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27.10.2026

30 Jahre Wohngemeinschaft Falkennest in Liestal

Die WG Falkennest feiert ihren 30. Geburtstag, das Restaurant Falken ist sogar noch ein Jahr älter. Gleichzeitig übergibt der langjährige Falkennest-Leiter Lukas Spinnler die Leitung an seinen Stellvertreter Laurent Marti.

1995 erhielt das Jugendwerk des Blauen Kreuzes ein Geschenk, das für seine weitere Entwicklung richtungsweisend war: den «Falken» in Liestal. Das war der Startschuss für das Restaurant Falken, ein wichtiges Aushängeschild der Stiftung Jugendsozialwerk, die später aus dem Jugendwerk entstand.

Ein Jahr später, 1996, öffnete in den oberen Räumen die Wohngemeinschaft Falkennest. Sie war ursprünglich als vorübergehendes Zuhause für Jugendliche in einer Krisensituation gedacht und sollte ihnen Stabilität und Ruhe bieten.

Der Brand war nicht das Ende
Die grösste Krise der WG war der Dachstockbrand vom 8. Juni 2004. Glücklicherweise konnten alle Bewohnerinnen und Bewohner rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Doch die WG-Räume waren zerstört, die Bewohnerinnen und Bewohner mussten vorübergehend anderweitig untergebracht werden. Das Restaurant erlitt einen grossen Wasserschaden und musste ebenfalls saniert werden.

Nach dem Wiedereinzug wurde das Profil des Falkennests Schritt für Schritt geschärft und den Bedürfnissen angepasst. Heute richtet es sich an junge Erwachsene mit einer Suchterkrankung oder psychischen Beeinträchtigung. Die Bewohnerinnen und Bewohner erhalten gezielte Einzelförderung sowie Unterstützung bei der schrittweisen Integration in die Arbeitswelt.

Neuer Leiter fürs Falkennest
27 Jahre lang leitete Lukas Spinnler die WG Falkennest. Im September 2026 übergab er die Leitung an seinen Stellvertreter Laurent Marti. Der 46-jährige Sozialpädagoge arbeitet bereits seit 2013 im Falkennest, zunächst als Student, später als Mitarbeiter. «Fachlich fand ich das Falkennest seit Studienbeginn immer interessant, weil das Klientel sehr verschieden ist und man nie weiss, was einen bei der nächsten Bewohnerin oder dem nächsten Bewohner erwartet. Man lernt nie aus und ist sozusagen ständig in Weiterbildung, weil jeder Fall komplett anders sein kann.»

Lukas Spinnler bleibt der Stiftung Jugendsozialwerk als Ressortleiter Wohnen und pädagogischer Leiter erhalten. Auch als Berater und Coach ist er weiterhin tätig

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