Organisation

Zutrauen

Das Motto des Jahresberichts 2025

Das Titelbild des JSW-Jahresberichts 2025 gibt Einblick in den Alltag der Fita Hochwald. Es zeigt eine Atmosphäre des Zutrauens zwischen den Kindern und der Fita-Leiterin.

Die Kinder fühlen sich wohl. Sie spüren, dass sie hier alle Fragen der Welt stellen dürfen und ermutigt werden, Neues auszuprobieren. Umgekehrt traut die Leiterin den Kindern zu, dass sie Schritt für Schritt Verantwortung für kleine Aufgaben übernehmen und sich dabei entfalten können. Die Eltern wiederum schenken der Fita-Leitung ihr Vertrauen: Sie wissen ihre Kinder gut betreut und gefördert und trauen ihnen zu, eine Zeit ohne ihre Eltern zu verbringen.

Zutrauen ist in unserer Arbeit oft ein Bonus im Voraus. Etwas das man jemandem schenkt; etwas das vorausgeht. Man erkennt die Potenziale eines Menschen, ohne sicher zu sein, ob er sein Ziel tatsächlich erreichen wird. Man motiviert, man ermutigt – und irgendwann kommt der Moment, loszulassen und darauf zu vertrauen, dass der nächste Schritt gelingt.

Das Jahr 2025 war für das gesamte Jugendsozialwerk geprägt vom Wechsel in der obersten Leitung. Hans Eglin, Gründer und langjähriger Geschäftsführer des JSW, übergab die Verantwortung schrittweise an seinen Nachfolger Marco Ferraro. Ein Leitungswechsel ist stets mit Unsicherheiten verbunden. Doch der Stiftungsrat traute ihm zu, in die grossen Fussstapfen von Hans Eglin zu treten – und dies zu Recht: Der Übergang verlief reibungslos, und das Jugendsozialwerk ist weiterhin sehr gut unterwegs.

So konnte auch ein neuer Bereich geschaffen werden. Das Ambulant Begleitete Wohnen AmBeWo war bisher Teil der Wohnintegration Bernhardsberg. Als eigenständiger Bereich können sich die Mitarbeitenden nun noch gezielter auf ihre Zielgruppe konzentrieren und Menschen trotz psychischer oder psychosozialer Herausforderungen ein Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen. 

Auch in der Arbeitsintegration ist Zutrauen zentral. Unsere Angebote suchen vermehrt Partnerschaften mit Unternehmen, die unseren Lernenden und Teilnehmenden zutrauen, im ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Gleichzeitig wurden die Angebote der Begleiteten Arbeit und der Betreuten Tagesgestaltung ausgebaut. Ziel ist es, niederschwellige und zugleich sinnerfüllende Arbeitsmöglichkeiten anzubieten.

Anfang 2025 übernahm das Ressort Kind.Jugend.Familie KJF zwei schulergänzende Tagesstruktur-Standorte in Basel. Auch die Schulsozialarbeit konnte weiter ausgebaut werden. Wir sind dankbar für das Vertrauen der Gemeinde- und Schulbehörden, die damit Kindern und Jugendlichen einen guten Start ins Leben ermöglichen.

In der Bibel begegnen wir einem Gott, der uns Menschen viel zutraut. Er ermutigt uns, uns nicht von Angst bestimmen zu lassen. Denn Gott hat uns Kraft, Liebe und Besonnenheit geschenkt. Das gelingt im Alltag nicht immer. Doch schon das Wissen, dass Gott uns zutraut, die Liebe der Angst vorzuziehen, stärkt und motiviert uns jeden Tag aufs Neue.

Zutrauen verbindet sich in all unseren Arbeitsbereichen zu einem gemeinsamen Auftrag: Menschen zu befähigen und vorwärtszubringen, Verantwortung zu ermöglichen und Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben zu eröffnen.

Facts und Figures aus dem JSW-Jahresbericht 2025

  • 280 Mitarbeitende
  • 136 Personen leisten 9120 Stunden Freiwilligenarbeit
  • CHF 24’49 Mio. Umsatz (77.6 % Leistungsaufträge, 20.2 % Eigenleistungen, 2.2 % Spenden)
  • CHF 599’841 Spenden erhalten
  • 8 Standorte Arbeitsintegration mit 260 Arbeitsplätzen
  • 7 Standorte Wohnintegration mit 130 Wohnplätzen
  • 12 Jugendzentren mit mobilen Angeboten
  • 13 Standorte Schulsozialarbeit an Primarschulen
  • 7 Fita-Tagesstrukturen für 430 Kinder
  • 2 Ferienpässe in Baselland und Laufental-Thierstein mit 1’400 Teilnehmenden
 
 

Leitbild

Vision

Wir fördern und unterstützen Menschen ganzheitlich. Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt Benachteiligten und Gefährdeten. Als führendes Sozialunternehmen in der Region bewegen wir uns am Puls der Zeit.

Auftrag

Wir engagieren uns für eine nachhaltige Präventions-, Beratungs- und Integrationsarbeit. Die christliche Grundhaltung ist für uns Auftrag zu handeln und motiviert uns, Mitmenschen zu fördern und zu unterstützen. Wir ermöglichen Eigenverantwortung und gesellschaftliche Integration.

Strategie

Menschen im Mittelpunkt

Menschen werden in ihrem eigenverantwortlichen Handeln und ihrer Beziehungsfähigkeit ressourcenorientiert gestärkt und so zu einem gelingendem Leben befähigt. 

Dienstleistungen

Um unseren Auftrag zu erfüllen arbeiten wir in folgenden Bereichen:

  • Kinder-, Jugend- und Familienangebote 
  • Wohn- und Lebensangebote
  • Soziale und berufliche Integrationsangebote 

Flexibilität

Wir gehen flexibel auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen innerhalb der Gesellschaft und des einzelnen Menschen ein. 

Nachhaltigkeit

Um langfristige Veränderungen zu erreichen, orientieren wir uns an anerkannten fachlichen Grundlagen. Wir arbeiten zielorientiert und nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen. Wir werten unsere Arbeit nach anerkannten Qualitätsstandards aus und fördern die kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeitenden. Wir sind vernetzt und arbeiten mit anderen Institutionen zusammen. 

Verantwortung wahrnehmen

Wir gehen verantwortungsvoll und transparent mit unseren Ressourcen um. Aus den erwirtschafteten Erträgen investieren wir in die Weiterentwicklung unserer Arbeitsbereiche und wir fördern Projekte im In- und Ausland. 

Kommunikation

Wir informieren proaktiv, kompetent und engagiert über unsere Arbeit. Wir geben Benachteiligten eine Stimme in der Gesellschaft.

Werte

Als Mitarbeitende handeln wir nach christlichen Grundwerten:

  • Unsere Arbeit ist geprägt von Wertschätzung und Achtung vor der Würde jedes Menschen, unabhängig von Religion, Herkunft, Alter, Geschlecht und sexueller Orientierung.
  • Wir glauben, dass eine positive Veränderung in jeder Lebenslage erfahrbar ist.
  • Wir begegnen Menschen mit Vertrauen und setzen uns mit vollem Engagement für sie ein.
 

Qualitätssicherung / Zertifizierung

ZEWO
ZEWO

ZEWO-Gütesiegel

Die Stiftung Jugendsozialwerk Blaues Kreuz BL ist zertifiziert mit dem ZEWO-Gütesiegel. Diese Zertifizierung erhalten ausschliesslich gemeinnützige Organisationen, die

  • ihre Spendengelder zweckbestimmt, wirksam und wirtschaftlich einsetzen
  • die Lauterkeit in der Mittelbeschaffung und in der Kommunikation nach innen und aussen wahren
  • Transparenz hinsichtlich ihrer Tätigkeit sowie ihrer Rechnungslegung aufweisen.
In-Qualis
In-Qualis

Qualitätsmanagement-System IN-Qualis

Das AIP plus, das Take off und die Blaukreuzbrockenhallen Muttenz und Reinach sind nach dem Qualitätsmanagement-System IN-Qualis zertifiziert.

IN-Qualis ist ein Qualitätsmanagement-System, welches speziell zur Sicherung und Entwicklung von Qualität im Bereich von Arbeitsintegrationsdienstleistungen geschaffen wurde. Die Norm geht vom Prinzip aus, dass die Kernprozesse der Dienstleistungen im Bereich der Integration immer zwei Aufgaben zu erfüllen haben: 

  • Die generelle Förderung der sozialen und/oder beruflichen Integration der Teilnehmenden.
  • Eine spezifische Produktions- oder Dienstleistungsaufgabe mit einem Qualifizierungsaspekt.
SODK Ost+
SODK Ost+

Qualitätsmanagement-System SODK Ost+

Die Wohn- und Arbeitsintegration Bernhardsberg ist nach dem Qualitätsmanagement-System SODK Ost+ zertifiziert.

SODK Ost+ ist ein Qualitätsmanagement-System, welches speziell zur Sicherung und Entwicklung von Qualität für Organisationen geschaffen wurden, die Wohnheime, Begleitetes Wohnen, Werkstätten und Tagesstätten für Menschen mit einer Behinderung anbieten.

Eine Zertifizierung anhand der Qualitätsrichtlinien SODK OST+ bildet die Grundlage für eine kontinuierliche Verbesserung und Entwicklung auf den Ebenen Organisation und Infrastruktur, Personal und Führung sowie Klientinnen/Klienten und Fachlichkeit. In einigen Kantonen ist das SODK OST+ Zertifikat eine Voraussetzung für Leistungsvereinbarungen.

dot.swiss

Die Domain .swiss unterstreicht unsere Identifikation mit den Werten der Schweiz.

Gesuchsteller für einen .swiss Domain-Namen müssen eine ausreichende Verbindung zur Schweiz darlegen. Dieser Bezug kann durch einen Geschäftssitz und einen physischen Verwaltungssitz in der Schweiz bestehen. Weiter braucht es einen Handelsregistereintrag oder den Status als Verband oder Stiftung.

Das BAKOM übernimmt die Funktion der Registerbetreiberin.

Interne Qualitätssicherung

In den Abteilungen/Bereichen, die nicht extern zertifiziert werden, findet eine interne Qualitätssicherung statt. Regelmässige interne Audits überprüfen die Prozessabläufe, die Dokumentation und die Mitwirkung der Mitarbeitenden. Schwachstellen werden festgehalten und Verbesserungsmassnahmen überprüft. Die internen Audits richten sich nach den Qualitätsstandards der Norm IN-Qualis, dem Referenzsystem INSOS Q und der Norm ISO 9001.