Organisation

Gemeinsam die Herausforderungen des Lebens meistern

Unser Motto des Jahresbericht 2021

«Einsamkeit gilt als neue Epidemie», schreibt die Basler Zeitung am 21. Februar 2022 in einem Aufsehen erregenden Artikel. Darin wird eine 34-jährige Frau portraitiert, die unter dem Alleinsein leidet. «Warum sind Menschen chronisch einsam und welche Folgen hat es?» fragt die BaZ weiter.

Die Pandemie machte verstärkt deutlich, wie wichtig Gemeinschaft für uns Menschen ist. Dies zeigt sich jeden Tag in den Jugendzentren, Wohnheimen und Arbeitsstätten der Stiftung Jugendsozialwerk: Gemeinsam lässt sich vieles besser schaffen oder ertragen.

  • Ein Jugendlicher leidet unter Konflikten in der Familie. Er sucht Unterstützung bei der Familien- und Jugendberatung Helpnet. Die ganze Familie beteiligt sich bei den Beratungsgesprächen. Gemeinsam finden sie zurück zu einem entspannteren Zusammenleben.
  • Ein junger Familienvater findet dank dem guten Zusammenspiel von Coach, seinem Teamleiter in der Arbeitsintegration und seinem eigenen Engagement eine neue Stelle. Gemeinsam haben sie geschafft, was vorher über Monate nicht möglich war.
  • Immer nur am Computer sitzen und online dem Unterricht folgen: Das schlägt auch digitalen Nerds mit der Zeit aufs Gemüt. Die Jugendlichen in den Wohngruppen im Park schätzten es, dass vor ihrer Zimmertür reale Mitbewohner leben mit denen man sich austauschen kann.

Ganzheitliche Förderung und gesellschaftliche Integration
Diese drei Beispiele aus dem Jahresbericht 2021 zeigen, wie wertvoll Beziehungen und das gemeinsame Unterwegssein ist. Aus diesem Grund lautet das Motto des Jahresberichts «Gemeinsam». Ein Ziel unserer Arbeit ist soziale Integration zu ermöglichen. Dazu gehört, die Beziehungsfähigkeit unserer Teilnehmenden zu fördern und Orte zu schaffen, wo Begegnungen möglich sind. Einsamkeit lässt sich damit nicht einfach aus der Welt schaffen. Aber je selbstsicherer und offener ein Mensch ist, umso leichter fällt es ihm, aus dem Alleinsein herauszutreten und auf andere Menschen zuzugehen: ein erster Schritt zur Bekämpfung der Epidemie «Einsamkeit» und zur Veränderung unserer Gesellschaft.

Offenheit lohnte sich
Tatsächlich löste der Artikel in der Basler Zeitung zahlreiche Reaktionen aus. Viele Leute bedankten sich für die Offenheit der Frau und gaben zu, ebenfalls unter Einsamkeit zu leiden. Für die betroffene Frau war ihr Outing ein positives Erlebnis, weil sie erlebte, wie sich dank ihrer Offenheit andere Menschen gestärkt fühlten.

Facts und Figures aus dem JSW-Jahresbericht 2021

  • 140 Mitarbeitende
  • CHF 420'000.- Spenden erhalten
  • 8900 Stunden Freiwilligenarbeit
  • 6 Standorte Arbeitsintegration / 230 Arbeitsplätze
  • 3 Standorte Wohnintegration / 80 Wohnplätze
  • 7 Jugendzentren mit mobilen Angeboten
  • 5 Standorte Schulsozialarbeit Primarschule
  • 2 Standorte Fita Tagesstruktur für Kinder / 60 Plätze
  • 2 Ferienpässe Baselland und Laufental / 1500 Kinder
 
 

Leitbild

Vision

Wir fördern und unterstützen Menschen ganzheitlich. Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt Benachteiligten und Gefährdeten. Als führendes Sozialunternehmen in der Region bewegen wir uns am Puls der Zeit.

Auftrag

Wir engagieren uns für eine nachhaltige Präventions-, Beratungs- und Integrationsarbeit. Die christliche Grundhaltung ist für uns Auftrag zu handeln und motiviert uns, Mitmenschen zu fördern und zu unterstützen. Wir ermöglichen Eigenverantwortung und gesellschaftliche Integration.

Strategie

Menschen im Mittelpunkt

Menschen werden in ihrem eigenverantwortlichen Handeln und ihrer Beziehungsfähigkeit ressourcenorientiert gestärkt und so zu einem gelingendem Leben befähigt. 

Dienstleistungen

Um unseren Auftrag zu erfüllen arbeiten wir in folgenden Bereichen:

  • Kinder-, Jugend- und Familienangebote 
  • Wohn- und Lebensangebote
  • Soziale und berufliche Integrationsangebote 

Flexibilität

Wir gehen flexibel auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen innerhalb der Gesellschaft und des einzelnen Menschen ein. 

Nachhaltigkeit

Um langfristige Veränderungen zu erreichen, orientieren wir uns an anerkannten fachlichen Grundlagen. Wir arbeiten zielorientiert und nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen. Wir werten unsere Arbeit nach anerkannten Qualitätsstandards aus und fördern die kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeitenden. Wir sind vernetzt und arbeiten mit anderen Institutionen zusammen. 

Verantwortung wahrnehmen

Wir gehen verantwortungsvoll und transparent mit unseren Ressourcen um. Aus den erwirtschafteten Erträgen investieren wir in die Weiterentwicklung unserer Arbeitsbereiche und wir fördern Projekte im In- und Ausland. 

Kommunikation

Wir informieren proaktiv, kompetent und engagiert über unsere Arbeit. Wir geben Benachteiligten eine Stimme in der Gesellschaft.

Werte

Als Mitarbeitende handeln wir nach christlichen Grundwerten:

  • Unsere Arbeit ist geprägt von Wertschätzung und Achtung vor der Würde jedes Menschen, unabhängig von Religion, Herkunft, Alter, Geschlecht und sexueller Orientierung.
  • Wir glauben, dass eine positive Veränderung in jeder Lebenslage erfahrbar ist.
  • Wir begegnen Menschen mit Vertrauen und setzen uns mit vollem Engagement für sie ein.
 

Qualitätssicherung / Zertifizierung

ZEWO
ZEWO

ZEWO-Gütesiegel

Die Stiftung Jugendsozialwerk Blaues Kreuz BL ist zertifiziert mit dem ZEWO-Gütesiegel. Diese Zertifizierung erhalten ausschliesslich gemeinnützige Organisationen, die

  • ihre Spendengelder zweckbestimmt, wirksam und wirtschaftlich einsetzen
  • die Lauterkeit in der Mittelbeschaffung und in der Kommunikation nach innen und aussen wahren
  • Transparenz hinsichtlich ihrer Tätigkeit sowie ihrer Rechnungslegung aufweisen.
In-Qualis
In-Qualis

Qualitätsmanagement-System IN-Qualis

Das AIP plus, das Take off und die Blaukreuzbrockenhallen Muttenz und Reinach sind nach dem Qualitätsmanagement-System IN-Qualis zertifiziert.

IN-Qualis ist ein Qualitätsmanagement-System, welches speziell zur Sicherung und Entwicklung von Qualität im Bereich von Arbeitsintegrationsdienstleistungen geschaffen wurde. Die Norm geht vom Prinzip aus, dass die Kernprozesse der Dienstleistungen im Bereich der Integration immer zwei Aufgaben zu erfüllen haben: 

  • Die generelle Förderung der sozialen und/oder beruflichen Integration der Teilnehmenden.
  • Eine spezifische Produktions- oder Dienstleistungsaufgabe mit einem Qualifizierungsaspekt.
SODK Ost+
SODK Ost+

Qualitätsmanagement-System SODK Ost+

Die Wohn- und Arbeitsintegration Bernhardsberg ist nach dem Qualitätsmanagement-System SODK Ost+ zertifiziert.

SODK Ost+ ist ein Qualitätsmanagement-System, welches speziell zur Sicherung und Entwicklung von Qualität für Organisationen geschaffen wurden, die Wohnheime, Begleitetes Wohnen, Werkstätten und Tagesstätten für Menschen mit einer Behinderung anbieten.

Eine Zertifizierung anhand der Qualitätsrichtlinien SODK OST+ bildet die Grundlage für eine kontinuierliche Verbesserung und Entwicklung auf den Ebenen Organisation und Infrastruktur, Personal und Führung sowie Klientinnen/Klienten und Fachlichkeit. In einigen Kantonen ist das SODK OST+ Zertifikat eine Voraussetzung für Leistungsvereinbarungen.

dot.swiss

Die Domain .swiss unterstreicht unsere Identifikation mit den Werten der Schweiz.

Gesuchsteller für einen .swiss Domain-Namen müssen eine ausreichende Verbindung zur Schweiz darlegen. Dieser Bezug kann durch einen Geschäftssitz und einen physischen Verwaltungssitz in der Schweiz bestehen. Weiter braucht es einen Handelsregistereintrag oder den Status als Verband oder Stiftung.

Das BAKOM übernimmt die Funktion der Registerbetreiberin.

Interne Qualitätssicherung

In den Abteilungen/Bereichen, die nicht extern zertifiziert werden, findet eine interne Qualitätssicherung statt. Regelmässige interne Audits überprüfen die Prozessabläufe, die Dokumentation und die Mitwirkung der Mitarbeitenden. Schwachstellen werden festgehalten und Verbesserungsmassnahmen überprüft. Die internen Audits richten sich nach den Qualitätsstandards der Norm IN-Qualis, dem Referenzsystem INSOS Q und der Norm ISO 9001.