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20.04.2026

Zutrauen hilft, selbständig zu werden

Zutrauen ist oft ein Bonus im Voraus. Man motiviert, man ermutigt – und irgendwann kommt der Moment, loszulassen und darauf zu vertrauen, dass der nächste Schritt gelingt. Wie Zutrauen im Arbeitsalltag der Stiftung Jugendsozialwerk Blaues Kreuz BL gelebt wird, erfährt man im Jahresbericht 2025.

Beispielsweise beim Ambulant Begleiteten Wohnen AmBeWo: Ein Teilnehmer lebte sehr zurückgezogen. Es fiel ihm schwer zu vertrauen und er glaubte nicht, dass er daran etwas ändern könnte. Gemeinsam mit seiner Bezugsperson entwickelte er erste Ziele: kurze Spaziergänge oder eine einfache Tagesstruktur. Nach und nach öffnete er sich und gewann zunehmend Selbstvertrauen. Heute gestaltet er sein Leben wieder aktiv und selbstbestimmt.

In der eigenen Wohnung leben
AmBeWo selbst machte einen Schritt in die Selbständigkeit: Bisher Teil der Wohnintegration Bernhardsberg entwickelte es sich nun zu einem eigenständigen Bereich. Die Mitarbeitenden können sich dadurch noch gezielter auf ihre Zielgruppe konzentrieren und Menschen trotz psychischer oder psychosozialer Herausforderungen ein Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen.

Im Arbeitsmarkt Fuss fassen
Unsere Arbeitsintegrations-Angebote suchen vermehrt Partnerschaften mit Unternehmen, die unseren Lernenden und Teilnehmenden zutrauen, im ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Gleichzeitig wurden die Angebote der Begleiteten Arbeit und der Betreuten Tagesgestaltung ausgebaut. Ziel ist es, niederschwellige und zugleich sinnerfüllende Arbeitsmöglichkeiten anzubieten.

Ausbau in der Schulsozialarbeit
Anfang 2025 übernahm das Ressort Kind.Jugend.Familie KJF zwei schulergänzende Tagesstruktur-Standorte in Basel. Auch die Schulsozialarbeit konnte ausgebaut werden. Wir sind sehr froh, dass Gemeinde- und Schulbehörden uns so viel zutrauen und damit Kindern und Jugendlichen einen guten Start ins Leben ermöglichen.

Erfolgreicher Leitungswechsel
Das Jahr 2025 war für das gesamte Jugendsozialwerk geprägt vom Wechsel in der obersten Leitung. Hans Eglin, Gründer und langjähriger Geschäftsführer, übergab die Verantwortung schrittweise an seinen Nachfolger Marco Ferraro. Ein Leitungswechsel ist stets mit Unsicherheiten verbunden. Doch der Stiftungsrat traute ihm zu, in die grossen Fussstapfen von Hans Eglin zu treten – und dies zu Recht: Der Übergang verlief reibungslos, und das Jugendsozialwerk ist weiterhin sehr gut unterwegs.

Zahlen und Fakten 2025:

  • 280 Mitarbeitende
  • 136 Personen leisten 9’120 Stunden Freiwilligenarbeit
  • CHF 24,49 Mio. Umsatz (77 % Leistungsaufträge, 20 % Eigenleistungen, 2 % Spenden)
  • CHF 599’841 Spenden erhalten
  • 8 Standorte Arbeitsintegration mit 260 Arbeitsplätzen
  • 7 Standorte Wohnintegration mit 130 Wohnplätzen
  • 12 Jugendzentren mit mobilen Angeboten
  • 13 Standorte Schulsozialarbeit an Primarschulen
  • 7 Fita-Tagesstrukturen für 430 Kinder
  • 2 Ferienpässe in Baselland und Laufental-Thierstein mit 1’400 Teilnehmenden

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